10 Dusch WCs – ein Test, durchgeführt von der Hochschule Esslingen

Auf der Hochschule Esslingen hat man gemeinsam mit der Fachzeitschrift SBZ zehn Dusch-WCs – integriert oder als Aufsatz –  einem Praxistest unterzogen.

Zur Erinnerung: Dusch-WCS – international überwiegend als Washlets bezeichnet – können am besten als eine moderne Kombination aus Toilette und Bidet beschrieben werden. Das Gerät ermöglicht nach dem Toilettengang auf Knopfdruck eine Intimreinigung mittels eines variablen Warmwasserstrahls. Je nach Modellausstattung sind weitere Funktionen möglich – angefangen beim beheizbaren WC-Sitz, über einen integrierten Föhn, bis zur Geruchsabsaugung.

Vor allem in Japan ist ein Dusch WC bereits Standard. In Deutschland sind Dusch-WCs noch nicht weit verbreitet. Das ändert sich jedoch. Immer mehr Hersteller aus der Sanitärindustrie bieten hierzulande Dusch-WCs an. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Varianten. Die Differenzierungen in der Ausstattung und in der Funktion sind enorm. Im Auftrag der Sanitär-Handwerkerfachzeitschrift SBZ (Alfons W. Gentner Verlag, Stuttgart) hat Prof. Dr.-Ing. Hans Messerschmid, Leiter des Labors Wasser- und Gastechnik der Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt, an der Hochschule Esslingen zehn Modelle deutscher Markenanbieter getestet:

Testverfahren

Die Tests wurden in Anlehnung an das Papier 59L/118/CD der International Electrotechnical Commission (IEC) durchgeführt. Es handelt sich um eine Art Vor-Norm. Die Prüfkategorien waren u.a. …:

  • Temperatur des Warmwassers am Düsenaustritt,
  • Wasservolumenstrom aus der Düse,
  • Reinigungswirkung der Duschdüse,
  • Selbstreinigungsfähigkeit der Düse,
  • Temperaturverteilung des beheizten ­WC-Sitzes,
  • Trocknungsrate des Föhns sowie
  • Energieaufwand für Strom.

Selbstreinigung nicht immer gut

Der Hauptzweck eines Dusch-WCs liegt in der Reinigungsfunktion durch die Duschdüse. Deshalb wurde diesem Punkt bei den vergleichenden Tests auch eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet:

  • reinigen: Alle untersuchten Dusch-WCs säubern unter Prüfbedingungen gut. Getestet wurde die Reinigungswirkung mit Hilfe von drei unterschiedliche „Po-Simulatoren“ aus Plexiglas, die mit Senf und Miso-Paste bestrichen und dann auf den Sitzflächen positioniert wurden. Die Feststellung der Hochschule: Die Dauer des Reinigungsprozesses variierte extrem. Betrachtet man die Reinigungsleistung isoliert, lässt sich viel Wasservolumen derzeit wohl durch kaum etwas ersetzen. Mit mehr als fünf Liter Frischwasser in der Minute (5.626 ml/min) liefert das Tece One, das einzige getestete Dusch-WC mit Kalt- und Warmwasseranschluss, die größte Menge – direkt aus der Leitung und ohne Mengenbegrenzung. Den geringsten Wasservolumenstrom verzeichneten die Tester mit 406 ml/min beim Washlet SG von Toto.
  • gereinigt werden: Die ausfahrenden Duscharme können im Alltagsbetrieb mit Urin oder Fäkalien in Kontakt kommen. Deshalb werden die Düsen bei allen Modellen vor und nach der Nutzung durch Umspülen mit Frischwasser gereinigt. Zum Test wurden Faserstift-Striche auf den Brausearmen aufgebracht – dann wurde untersucht, wie die integrierte Hygienespülung die Düsen reinigt. Dabei fanden die Prüfer heraus, dass nur sechs der zehn Testobjekte die Duschdüse wirklich optisch sauber bekommen.

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