Wasser anstelle von Papier

Ein Wasserstrahl, ein trocknender Luftzug, keine Papierorgien mehr. Was in einigen asiatischen Ländern längst zum Standard im Bad gehören, fasst in Deutschland nur recht langsam Fuß: das Dusch-WC. Doch kaum ein namhafter Badeinrichter kommt mittlerweile ohne Toiletten mit integrierter Intimdusche oder entsprechenden Sitzgarnituren für die Schüssel zum Aufbauen aus.

Toilette und Dusch WC – ein neuer Mix
Dusch-WCs, teils auch als Washlets bekannt, sind eine Mischung aus Toilette und Bidet. Sie geben nach dem Toilettengang eine Unterbodenwäsche. Richtung, Stärke, Massage-Art und Temperatur des Wasserstrahls lassen sich meist individuell regeln. Dann wird geföhnt.

Beispiel: Maro D Italia Di600 + TOTO NC randloses design Stand-Tiefspül-WC CW763Y

Zum Link: http://www.tooaleta.de/maro-d-italia-di600-toto-nc-wc-stand-wc-randloses-design-cw763y.html

Fernbedienung inklusive
Gesteuert wird das Ensemble über eine Wand- oder Fernbedienung. Manche Modelle erlauben individuelle Nutzerprofile. Und so mancher Hersteller treibt die Vernetzung des Smart Homes auch in diesem Bereich voran: Über eine App auf dem Smartphone sollen zum Beispiel Benutzer der Dusch-WCs AquaClean Tuma, Mera Classic und Mera Comfort von Geberit künftig ihre Toilettenhygiene steuern können.

Dass die WC-Variante noch ein Nischenprodukt ist, hat Gründe. Etwa das klobige und technische Design. In Europa überzeugte das bisher nur wenige Nutzer. „Japanische Dusch-WCs sind überdimensioniert und mit Technik vollgestopft, in Europa will man aber formschöne Toiletten haben“, sagt auch der Grohe-Vorstandschef Michael Rauterkus.

Modelle nach Geschmack
Deswegen passen die Hersteller ihre neuen Modelle an hiesige Geschmäcker an. Villeroy & Boch erweitert seine ViClean-Serie, die bisher aus separaten Dusch-WC-Aufsätzen für Keramik-WCs bestand, um ein komplettes Dusch-WC. Bei ViClean-I 100 soll es bei geschlossenem Deckel kaum einen Unterschied zu einer normalen Schüssel geben. Das gelingt, da die Technik in der Keramik steckt.

Ohne technische Spielereie
Auch Grohes Sensia Arena kommt im schlanken Design – bewusst ohne viele technischen Spielereien beim Toilettengang. Einen anderen Weg wählt Duravit. Die Firma bietet die Möglichkeit, normale Toilettenmodelle mit einer Sitzgarnitur zur Intimdusche mit betont dünnem Deckel aufzurüsten. Das ist auch an der neuen Keramik Vero Air mit ungewöhnlicher eckiger Außenform möglich.

Eine Auswahl von Dusch WCs und Kombinationen finden Sie auf unserer Internetseite www.tooaleta.de 

 

Geberits Dusch WCs werden digital

Das Dusch-WC Geberit AquaClean Mera zeichnet sich durch sein elegantes Design und zahlreiche Komfortfunktionen aus. Für die Bedienung hat Geberit bisher eine Fernbedienung oder ein Wandbedienpanel bereitgestellt. Ergänzend dazu ist neu auch eine Fernbedienungs-App verfügbar, mit der die Komforttoilette und zukünftige AquaClean-Modelle einfach via Smartphone bedient werden können.

Eine unkomplizierte Bedienung ist oberstes Gebot bei der Nutzung des Dusch-WCs Geberit AquaClean. Deshalb verfügen die Geräte über ein einfaches Bedienfeld und eine intuitive Fernbedienung, die einfach mit einer Hand betätigt werden können. Ab April 2017 bietet Geberit auch eine Fernbedienungs-App für das Geberit Aquaclean Mera (siehe: http://www.tooaleta.de/geberit-aquaclean-mera-classic-komplettanlage.html ) und ab Sommer 2017 für AquaClean Tuma an (siehe: http://www.tooaleta.de/geberit-aquaclean-tuma-komplettanlage-wc.html ), mit der sich die wichtigsten Grundfunktionen des Dusch-WCs wie die Duschstrahlstärke, Duscharmposition und Oszillation sowie WC-Sitzheizung, Geruchsabsaugung und Föhn einstellen und abrufen lassen.

Geberit AquaClean geht mit auf die Reise
Für den Nutzer bringt die neue Fernbedienung App neben der einfachen Handhabung und verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten den großen Vorteil, dass er sein individuelles Benutzerprofil auf Reisen mitnehmen und dieses problemlos in Hotels abrufen kann. Daneben stellt Geberit in der App auch zahlreiche Filme zur Verfügung, die den Kunden über die Funktion, Reinigung und Wartung der Komforttoilette informieren sollen. Auch der Installateur profitiert von der neuen App, weil sie eine einfachere Geräteregistrierung ermöglicht. Mit der Registrierung via App verlängert Geberit die Garantiezeit automatisch um ein Jahr. Bisher übernahm der Sanitärfachbetrieb diese Registrierung bei der Installation. Mit der neuen App kann der Kunde die Geräteregistrierung ganz unkompliziert selbst übernehmen.

Foto: Geberit AquaClean Tuma Comfort WC – Komplettanlage, Wand WC

Die Angst der Deutschen vor dem Dusch WC

Dusch-WCs sind in einigen asiatischen Ländern längst der Standard im Bad. Die Deutschen stehen solchen Washlets vor allem aus einem Grund skeptisch gegenüber. Die Sanitärbranche will das jetzt ändern.

Die Deutschen und ihre europäischen Nachbarn zieren sich noch: Dusch-WCs warten hierzulande weiter auf ihren Durchbruch, während sie in einigen asiatischen Ländern längst zum Standard im Bad gehören.

Aber es gibt inzwischen kaum einen namhaften Badeinrichter, der nicht auch Toiletten mit integrierter Intimdusche oder entsprechenden Sitzgarnituren für die Schüssel zum Aufbauen anbietet. Auf der ISH, der Weltleitmesse für Badezimmer, Heiz- und Klimatechnik in Frankfurt (bis 18. März), hofft die Branche nun auf die endgültige Markteroberung. Denn auch hier präsentieren einige Hersteller wieder neue Dusch-WCs – und das endlich mit einem eher für den europäischen Markt abgestimmten Design.

Washlets – Mischung aus Toilette und Bidet

Dusch-WCs, teilweise auch als Washlets bekannt, sind eine Mischung aus Toilette und Bidet. Sie duschen nach dem Toilettengang den Intimbereich ab. Richtung, Stärke, Massage-Art und Temperatur des Wasserstahls lassen sich meist individuell regeln. Dann wird geföhnt.

Einstellen lässt sich das über eine Wand- oder Fernbedienung, teilweise werden sogar individuelle Nutzerprofile gespeichert. Und so mancher Hersteller treibt die Vernetzung des Smart Homes auch in diesem Bereich voran: Über eine App sollen zum Beispiel Benutzer der Dusch-WCs AquaClean Tuma, Mera Classic und Mera Comfort von Geberit künftig ihre Toilettenhygiene steuern können. Und sie könnten damit sogar ihre abgespeicherten persönlichen Vorlieben in Hotel-Badezimmern mit dem passenden Dusch-WC abrufen.

Das klingt für Europäer etwas speziell. Doch Kirsten Wienberg, Chef-Produktentwicklerin bei Villeroy & Boch, erwartet, dass das nicht mehr lange so ist: „Der europäische Dusch-WC-Markt wächst stetig. Dusch-WCs werden immer beliebter und sind bereits heute Bestandteil vieler hochwertig ausgestatteter Bäder.“

Das Design der Dusch-WCs

Nun gibt es aber Gründe, warum hierzulande die WC-Variante noch ein Nischenprodukt ist. Das eine ist das Design der Dusch-WCs. Die üblichen Modelle haben – zum asiatischen Geschmack passend – eine eher klobige Form, und vor allem ist viel Technik sichtbar. Dieses Design konnte bisher in Europa nur schwer überzeugen, sagt Wienberg von Villeroy & Boch.

„Japanische Dusch-WCs sind überdimensioniert und mit Technik vollgestopft, in Europa will man aber formschöne Toiletten haben“, sagt auch Grohe-Vorstandschef Michael Rauterkus.

Einige Neuvorstellungen auf der ISH beherzigen das: Villeroy & Boch erweitert seine ViClean-Serie, die bisher aus separaten Dusch-WC-Aufsätzen für Keramik-WCs bestand, um ein komplettes Dusch-WC. Bei ViClean-I 100 soll es bei geschlossenem Deckel kaum einen Unterschied zu einer normalen Schüssel geben. Das gelingt, da die Technik nicht im Sitz, sondern in der Keramik steckt.

Auch Grohe setzt beim neuen Modell Sensia Arena auf schlankes Design. Und die Designer verzichten für Europa bewusst auf viele technische Spielereien wie die Sitzheizung oder musikalische Untermalung beim Toilettengang. Das komme in Asien an, hierzulande aber eher nicht, betont Rauterkus.

Einen anderen Weg wählt Duravit. Die Firma bietet die Möglichkeit, normale Toilettenmodelle mit einer entsprechenden Sitzgarnitur zur Intimdusche mit betont dünnem Deckel namens SensoWash Slim aufzurüsten. Das ist auch an der neuen Keramik Vero Air mit ungewöhnlicher eckiger Außenform möglich.

Skepsis gegenüber der Intimdusche

Aber es gibt ein Hindernis, warum Dusch-WCs bislang auf ihren Durchbruch auch bei uns warten: Skepsis gegenüber der oft noch nie ausprobierten Intimdusche.

Aber Branchenexperten wie Stefan Seitz, Leiter Brandmanagement der ISH, sagen: „Die Endkunden haben zwar eine gewisse Scheu, aber wenn sie es erst ausprobiert haben, will keiner mehr das Dusch-WC missen.“ Und Grohe-Chef Rauterkus berichtet sogar, Nutzer sprächen von einem kurzen „Spa-Gefühl“ durch die Intimwäsche.

Dusch-WCs brauchen Stromanschlüsse

Allerdings hat die Technik – noch – auch ihren Preis. Laut Martina Frick von der Vereinigung Aqua Cultura sind die Modelle mindestens 1500 Euro teurer als übliche Toiletten. Doch den Erwartungen der Hersteller und Branchensprecher zufolge soll ein wachsender Markt das regeln: Mehr Angebote und mehr Anbieter senken die Preise.

Es gibt aber auch nicht elektrische Dusch WCs, auf unserer Internetseite www.tooaleta.de finden Sie unter der Rubrik „nicht elektrische Dusch WC“ eine Auswahl.

(Maro D’Italia FP108 – nicht elektrisches Dusch WC)

Unser Team hilft Ihnen gerne weiter

Studie: Sparpotenzial von Dusch-WCs im Gesundheitswesen

Die Kosten für ambulante und stationäre Pflege drohen zu explodieren; außerdem sind Pflegekräfte zunehmend überlastet. Eine Studie aus Dänemark kommt nun zu dem Schluss, dass Dusch-WCs Gesundheit, Körperhygiene und Selbstständigkeit älterer Menschen verbessern und so die Pflegekosten und den Pflegeaufwand merklich senken. Dusch-WCs mit einer besonderen Oberflächenvergütung sollen darüber hinaus den Reinigungsaufwand in Kliniken und Pflegeheimen reduzieren können.

Allein die ambulante Pflege älterer Menschen belastet die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland derzeit mit knapp fünf Milliarden Euro pro Jahr. Diese Kosten werden in Zukunft explodieren, denn die Zahl der Pflegebedürftigen steigt immer weiter an. Bis zum Jahr 2030 wird ein Viertel der deutschen Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Umso dringlicher wird es für Pflegedienste und Pflegeheime sowie für die Versicherungsträger, möglichst zeit- und kostensparend agieren zu können. Durch ein Dusch-WC kann der selbstständige Gang zur Toilette länger ermöglicht werden. Das entlastet das Pflegepersonal, senkt die Kosten und gewährt auch bei Pflegebedürftigkeit ein hohes Maß an Würde.

Aarhus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks bietet seit Ende 2011 Mitbürgern, die auf ambulante Pflege angewiesen sind, an, die persönliche Assistenz beim Toilettengang durch einen Dusch-WC-Aufsatz zu ersetzen. Dieser verfügt über eine Stabdüse zur Intimreinigung mit warmem Wasser und einen Warmluft-Trockner. Die Gemeinde Aarhus ließ untersuchen, wie sich dieser Einsatz auf die Lebensumstände der 21 Studienteilnehmer auswirkt und wie hoch das Einsparpotenzial für die Gemeinde ist.

Die Ergebnisse in Kürze

Die Pflegezeit konnte um 51,8 Minuten pro Bürger und Woche reduziert werden. 17.020 Kronen, ca. 2.285 Euro wurden pro Nutzer und Jahr eingespart. Alle Studienteilnehmer erzielten eine Verbesserung ihrer Gesundheit. Vier Teilnehmer benötigten keine ambulante Pflege mehr, die anderen kamen ohne Hilfe beim Toilettengang oder mit weniger Hilfe durch das Pflegepersonal aus.

Noch mehr Potential

Toto, Hersteller von Dusch-WCs mit der Markenbezeichnung Washlet, geht davon aus, dass das Einsparpotenzial für Krankenkassen, Kliniken und Pflegeheime noch weit höher liegen dürfte, denn bei den Studienteilnehmern in Aarhus ging dank der Dusch- WCs die Zahl der Verdauungsprobleme, Harnwegsinfektionen und Hautprobleme merklich zurück. Gleichzeitig verbesserte das Dusch-WC Körperhygiene und Lebensqualität der Probanden.

Moderne Dusch-WCs verfügen zudem über Techniken, mit denen sich die laufenden Kosten für die Reinigung senken lassen. Bei Toto ist das z.B. PreMist. Diese Hygienefunktion benetzt das gesamte WC-Becken schon vor der Nutzung mit einem Sprühnebel aus Wasser. Der Wasserfilm auf der Keramik bewirkt, dass sich Schmutz schlechter festsetzen kann.

Meinungen zum Test – durchgeführt von der Hochschule Esslingen

Im SBZ-Praxistest 2017 haben wir mit der Hochschule Esslingen zehn Dusch-WCs von zehn Anbietern auf Reinigungsqualität und Funktionen hin überprüft. Die Bandbreite der Meinungen reicht von tieferen Einblicken in die Konstruktionsphilosophie der Dusch-WCs bis hin zu Kritik an unseren Prüfverfahren.

Axent

Kommentar von Frank Reimann, Head of Sales & Marketing, Axent International AG, Rapperswil-Jona (Schweiz).

Das Axent One Plus wurde als „Aufsatz“ eingestuft, da der Duschstab nicht in die Keramik integriert ist. Dies ist nicht korrekt. Es handelt sich um eine Komplettanlage, bei der die gesamte Technik im hinteren Bereich der Keramik integriert ist. Daraus resultieren eine Sitzhöhe von nur 42 mm sowie die kompakten Abmessungen des Dusch-WCs insgesamt.

Frage SBZ: Ihr Duschkopf unterscheidet sich im Design (flach) deutlich von den anderen Testprodukten. Welche Philosophie steckt dahinter? Die Philosophie im Design und in der Form des flachen Duschstabs liegt in seiner Position, die sich außerhalb des Verschmutzungsbereichs der Keramik befindet. Der Duschstab ist aus beschichtetem Edelstahl, das eine maximale Selbstreinigung dank der leicht gewölbten und flachen Form ermöglicht. Der einteilige Duschstab garantiert eine maximale Hygiene, da er über keinen Spalt verfügt, in dem sich Schmutz ablagern könnte.

Frage SBZ: Sie erreichen bei der Sitzheizung relativ niedrige Werte, der Sitz wird auch in der Fläche unregelmäßig aufgewärmt. Gründe? Die Testergebnisse können wir so nicht nachvollziehen. Der gleiche Versuchsaufbau zeigt bei unserem Test mit einem Gerät aus der Serienproduktion andere Resultate.

Frage SBZ: Der Energieaufwand für den Standby-Betrieb ist relativ hoch. Ihre Meinung? Die Untersuchungsergebnisse können wir nicht nachvollziehen. Das Axent One wurde vom TÜV Rheinland geprüft. Die Leistungsaufnahme im Stand-by-Modus betrug 0,33 W und erfüllt die Anforderung von 0,5 W gemäss EN 1275/2008. Der Test wurde mit einem Gerät aus der Serienproduktion nochmals nachgestellt. Das erzielte Ergebnis betrug 0,32 W (= 7,68 Wh/24 h). Ist es eventuell möglich, dass bei der Messung das Gerät nicht in seinem kompletten Stand-by-Modus war? Das Umgebungslicht am Bedienknopf darf nicht leuchten. Berührt man z. B. den WC-Sitz wieder, ist der Stand-by-Modus unterbrochen.

Frage SBZ: Der Föhn weist eine relativ niedrige Trocknungsrate auf. Mögliche Ursachen? Aus unserer Sicht spiegelt die Trocknungsrate nicht die Wirksamkeit des Föhns wider. Es wurde beim Test unterstellt, dass der optimale Föhn den nassen Bereich innerhalb von zwei Minuten trocknet und nach der Dusche nur noch ca. 2 g Restwasser im simulierten Gesäß-Bereich vorhanden sind. Das beste Testergebnis waren 0,42 g pro Minute. Somit waren nach einer zweiminütigen Trocknung noch 58 % des Restwassers im Gesäßbereich vorhanden, was bedeutet, dass der Gesäßbereich immer noch nass war. Eine vollkommene Trocknung kann in diesem Zeitrahmen nicht erzielt werden. Heißt dies nun, dass dieses Dusch-WC keine zufriedenstellende Trocknung bringt bzw. keinen guten Föhn hat? Die Bestimmung der Trocknungsrate basierend auf der Wirksamkeit des Föhns kommt zu der Schlussfolgerung, dass alle geprüften Geräte keine zufriedene Leistung anbieten können.

Duravit

Kommentar von Dr. Frank Richter, Vorstandsvorsitzender der Duravit AG, Hornberg.

Dusch-WCs sind seit Jahren eines der Themen auf der ISH und in der Branche. Der Markt erhofft sich viel von diesem neuen Marktsegment und deshalb freut es umso mehr, dass die SBZ zusammen mit der Hochschule Esslingen Dusch-WCs von zehn Herstellern einem Test unterzogen hat. Duravit schneidet durch alle Testkategorien sehr gut ab. Das bestätigt zum einen unsere eigenen, sehr umfangreichen Tests, zum anderen die hohe Qualität der Komponenten, die wir in unseren Produkten verbauen. Im Einzelnen ergeben sich für uns folgende wichtige Erkenntnisse:

Konstante Temperatur: Die eingestellte Temperatur wird sehr schnell erreicht und präzise bis zum Ende des Duschvorgangs beibehalten. Das ist für den Nutzer überaus komfortabel.

Duschstrahlstärke und Reinigung: Bei der Strahlstärke haben wir bewusst eine Positionierung abseits der Extremwerte gewählt. Zudem kann der Anwender bei allen Strahlarten (Gesäßdusche, Komfortdusche und Ladydusche) die Intensität und Position des Duschstrahls individuell einstellen. So ist gewährleistet, dass die Körperhygiene als angenehm empfunden wird und gleichzeitig eine gründliche Reinigung erfolgt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für uns das Thema Nachhaltigkeit. Weil nicht unnötig Wasser verbraucht wird, schonen wir Ressourcen.

Hygiene am Duschstrahlkopf: Ein oft vernachlässigtes Thema, das für Verbraucher mit zu Recht gestiegenen Hygienebedürfnissen aber sehr relevant ist. Unser Produkt hat auch diesen Test exzellent gemeistert: Duschstab und Düsen reinigen sich vor und nach jeder Benutzung selbsttätig. Vorbeugend verfügt der SensoWash-Duschstab aus Edelstahl über antimikrobielle Eigenschaften.

Der durchgeführte Test, der auf den sehr spezifischen Prüfkriterien der IEC (Internationalen Elektrotechnischen Kommission) beruht, erfasst wichtige Aspekte. Darüber hinaus gibt es Normen und Themenfelder, die nach unserer Markterfahrung gerade die Verbraucher, aber auch die Handwerker interessieren:

Schutz vor Überlaufen und Stromschlägen: Selbstverständlich erfüllen unsere Produkte alle gültigen technischen Normen und Vorschriften bezüglich Wasser und Strom. Das bedeutet auch, dass bei unseren Produkten ein Stromschlag bei Überlaufen des WCs ausgeschlossen ist.

Hygiene am Duschstab: Bei der Gestaltung unserer Produkte legen wir höchsten Wert auf die Hygiene im praktischen Gebrauch. Wesentlich ist hier zum Beispiel, dass sich der Duschstab nicht in dem Bereich der WC-Schüssel befindet, der von Spülwasser erreicht werden kann. Zudem erachten wir Öffnungen im Bereich des Siphons als überaus unhygienisch und vermeiden entsprechende Konstruktionen.

Service und Sicherheit nach EN 1717: Die Bedienung unserer Produkte ist besonders einfach und intuitiv, sie orientiert sich an den Gewohnheiten unserer Kunden. Zudem zeichnen sich unsere Produkte durch eine hohe Servicefreundlichkeit aus, z. B. bei der Zugänglichkeit von Servicekomponenten.

Die Installation ist u. a. dank der verwendeten Steckkupplungen für Wasser und Strom sowie integrierter Sicherungseinrichtung zum Schutz des Trinkwassers gemäß EN 1717 denkbar einfach.

Geberit

Kommentar von Armin Gierer, Head of Product Line Geberit AquaClean, Geberit International AG, Jona (Schweiz).

Frage SBZ: Das Halten einer konstanten Temperatur im Duschstrahl gelingt nicht immer. Mögliche Gründe? Für eine optimale Reinigungswirkung und für ein angenehmes Duschempfinden sorgt nebst der doppelten Whirlspray-Duschdüse beim AquaClean Mera ein stattlicher Volumenstrom. Je größer der Volumenstrom, desto anspruchsvoller ist dessen Temperaturstabilisierung. Es wird permanent Duschwasser aus einem Durchlauferhitzer und zusätzlich aus einem Warmwasserspeicher zur Dusche verwendet, das durch die doppelte Whirlspray-Duschdüse strömt und am Körper vermischt wird. Dadurch ist das Empfinden einer allenfalls kurzfristig inkonstanten Duschtemperatur kaum spürbar.

Frage SBZ: Ihr Produkt arbeitet mit einer Kombination aus Speicher und Durchlauferhitzer. Welche Philosophie steckt dahinter? Das Zusammenspiel von Warmwasserspeicher und Durchlauferhitzer macht es möglich, dass warmes Wasser rasch, in gefühlt großer Menge und langanhaltend zur Verfügung steht, ohne übermäßig viel Wasser zu verbrauchen. Mit dieser Kombination werden die positiven Aspekte von Durchlauferhitzer und Warmwasserspeicher vereint. Uns kam es in der Entwicklung darauf an, dem Benutzer optimale Reinigung, ein angenehm belebendes Gefühl (ohne unangenehme lokale Druckspitzen), möglichst sofort und unbegrenzt warmes Wasser und damit größtmöglichen Komfort zu bieten. Dabei wollten wir sehr große Volumenströme vermeiden, weil man damit unnötig großflächig nass wird und einen entsprechend voluminösen Boiler einbauen muss, was sich auf das Design nachteilig auswirkt.

Frage SBZ: Das Reinigungsbild des AquaClean Mera ist bei allen unterschiedlichen Reinigungsprüfungen gleich gut. Die Ursache? Die Ursache liegt in der speziellen Konstruktion unserer Duschdüse. Das Wasser wird in hohlkugelförmigen Kammern verwirbelt und beim Austritt Richtung Körper mit Luft angereichert. Das führt zu einem Reinigungsstrahl, der gleich gut in der Fläche wie auch punktuell reinigt und durch den zufällig rotierenden Hauptdruckpunkt ein, wie ich finde, angenehm massierendes Reinigungsgefühl erzeugt. Mit hochdynamischen Druckmessungen konnten wir intern sogar nachweisen, dass damit eine angenehm homogene Druckverteilung über die zu reinigende Fläche entsteht. Allerdings: Das angewandte Testprozedere zur Komfort- und Reinigungswirkung lässt derzeit noch keine aussagekräftige Quantifizierung und Differenzierung der Prüfresultate zu. Es ist in der IEC-Arbeitsgruppe zur Zeit noch in Arbeit und noch nicht finalisiert.

Frage SBZ: Ihre Sitzheizung erreicht hohe und gleichmäßige Temperaturen im Vergleich zu den anderen Testobjekten. Ist das ein beabsichtigtes Konstruktionsmerkmal? Grundsätzlich muss die Wirkung einer WC-Sitzheizung bei Bedarf rasch und gleichmäßig am Körper spürbar sein. Die beim Geberit AquaClean Mera im Duroplast integrierte Heizfolie ermöglicht gegenüber konventionellen Heizdrähten eine sehr schnelle Erwärmung und gleichmäßige Wärmeverteilung. Die WC-Sitz-Heizung wird bei Annäherung eines Benutzers zum Dusch-WC bereits aktiviert und heizt mit entsprechend großer elektrischer Leistung schnell auf, sodass kurz nach dem Platznehmen schon die angenehm gleichmässige Wärme spürbar ist. Sobald der Benutzer das AquaClean Mera wieder verlässt, wird die WC-Sitz-Heizung sofort wieder deaktiviert. So versuchen wir Komfort und Nachhaltigkeit miteinander zu vereinen.

Frage SBZ: Außerhalb der Funktionstests sind uns zudem Punkte aufgefallen, die unbedingt angesprochen werden müssen. Wie werden Föhn und Ladydusche gereinigt? Der Föhnarm ist dadurch geschützt, dass dieser erst nach abgeschlossenem Duschvorgang ausfährt. Der Föhnarm sowie die Föhndüse können für Reinigungszwecke durch den Benutzer einfach entnommen, gereinigt und wieder eingesetzt werden. Im Weiteren ist der Bereich der Keramik beim Föhnarmaustritt glasiert. Dies ermöglicht eine einfache und gründliche Reinigung der Keramikoberfläche bei eventuellen Schmutzablagerungen.

Der Duschkopf der Ladydüse wird vor und nach jeder Benutzung der Duschfunktion mit frischem Wasser gereinigt. Die Vor- und Nachreinigung findet in der geschützten Ruheposition (eingefahrener Zustand) der Ladydüse statt. Deswegen ist das von außen nicht erkennbar. Für die interne Vor- und Nachreinigung wurde im Duscharm sogar eine separate Wasserführung integriert.

Frage SBZ: Ist Ihr Dusch-WC integriert abgesichert nach DIN EN 1717? Beim AquaClean Mera, wie auch bei allen anderen AquaClean Modellen, ist die Absicherung nach DIN EN 1717 integriert. Die Absicherung erfolgt mittels eines freien Auslaufs gemäß DIN EN 13077 Typ AB. Den Schutz des Trinkwassernetzes haben wir berücksichtigt, seit wir in den 1980-Jahren begonnen haben, Dusch-WCs selbst zu entwickeln und zu produzieren.

Frage SBZ: Was passiert bei einer Verstopfung und höchstmöglichem Schmutzwasserstand in der Schüssel, ist die Elektronik davor geschützt / dagegen abgesichert? Auch wenn zusätzlich noch aus Versehen eine Spül-/Föhnfunktion ausgelöst wird? Bei einer Verstopfung des Siphons und einer nachfolgenden Spülauslösung wird das komplette Spülwasser in der Keramik aufgefangen. Folgt danach eine zweite Spülauslösung, läuft das Wasser über die Keramik über und auch durch die Öffnungen von Föhn- und Duscharm. Die Komponenten, insbesondere die Elektronik, sind für einen solchen Fehlerfall geschützt. Sie sind so verbaut, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist. Sobald die Verstopfung behoben ist, kann das Aqua-Clean Mera wieder normal benutzt werden.

Grohe

Kommentar von Andrea Bußmann, Regional Vice President Central Europe, Grohe AG, Düsseldorf.

Frage SBZ: Über alle Kategorien hinweg (vor allem Reinigung, Sitzheizung, Föhn und Absaugung) haben wir für Ihr Produkt durchweg niedrige Energieaufwände ermittelt. Ist das ein beabsichtigtes Konstruktionsmerkmal? Wir freuen uns sehr über das gute Abschneiden von Grohe Sensia Arena beim SBZ-Praxistest 2017. Durch die Ergebnisse wird die hohe Funktionalität unseres Dusch-WCs von einer unabhängigen Prüfinstanz bestätigt. Dazu gehört auch die gute Energieeffizienz, die Sensia Arena im Vergleich zu zahlreichen Wettbewerbsprodukten besitzt. Das WC überzeugt durchweg durch einen geringen Stromverbrauch, was sowohl Kosten spart als auch zum Ressourcenschutz beiträgt. Ein wichtiger Aspekt, der von Beginn an in die Entwicklungsarbeit miteinfloss. Denn das Thema Nachhaltigkeit ist bei Grohe fest verankert. Für unseren Einsatz in diesem Bereich wurden wir sogar Anfang des Jahres mit dem CSR-Preis der Bundesregierung ausgezeichnet.

Frage SBZ: Die Duschdüse wurde unter Testbedingungen nicht ganz rückstandsfrei sauber. Mögliche Ursachen? Zu unserem Anspruch als führender Sanitärhersteller gehört es zudem, unsere Produkte regelmäßig zu überprüfen, um sie kontinuierlich weiter zu optimieren. Daher werden wir das Testergebnis daraufhin noch einmal genau analysieren. Damit Sensia Arena auch weiterhin mit seinen innovativen Technologien und seiner hohen Nachhaltigkeit Kunden und Experten begeistert.

Laufen

Kommentar von Marc Viardot, Director Marketing and Product, Laufen Bathrooms AG, Laufen (Schweiz).

Das hier geprüfte Laufen-Produkt unterscheidet sich in einigen Aspekten grundlegend von anderen Dusch-WCs: Cleanet Riva ist keine Anpassung eines asiatischen Modells, sondern eine eigens für den europäischen Markt entwickelte Lösung aus der Schweiz. Die Schweiz ist der größte europäische Markt für Dusch-WCs und hat die längste Erfahrung mit der Produktklasse, nicht zuletzt deshalb, weil das Dusch-WC hier erfunden wurde. Die langjährige Praxis zeigt: Mehr Wasser ist wirkungsvoller, reinigt schneller und ist auch weit angenehmer auf der Haut als ein dünner Strahl. Das dokumentieren die Testergebnisse für unser Produkt eindrucksvoll.

Frage SBZ: Sie sind sehr schnell auf Temperatur, allerdings fällt das Einhalten nicht so lange aus. Warum? Das getestete Produktmuster wurde im Frühsommer 2016 geliefert und stammt damit aus der Vorserie (Stand August 2016). Um den finalen Leistungsstand nachzuweisen, werden wir zeitnah den Test an der Hochschule Esslingen mit einem aktuellen Serienmodell wiederholen lassen. Das finale Serienprodukt gewährleistet eine deutlich längere und ausreichende Temperaturhaltung: bei maximalem Druck und maximaler Temperatur 22 Sekunden, bei minimalem Druck und maximaler Temperatur 25 Sekunden. Nutzer-Befragungen haben ergeben, dass die typische Duschanwendung zwischen 15 und 20 Sekunden dauert. Das Laufen Cleanet Riva ist darauf optimiert, dass während dieser Zeit maximaler Komfort und Reinigungswirkung zur Verfügung stehen. Seit Herbst 2016 liefern wir in der Schweiz das Produkt mit dem aktuellen Softwarestand aus und haben bereits eine große Zahl Cleanet Riva ohne Reklamationen im Markt. In Deutschland und dem Rest der Welt wird das Produkt ab April 2017 ausgeliefert.

Frage SBZ: Bei einer Druckänderung von max. zu min. weist Ihr Dusch-WC kurzzeitig eine deutliche Temperaturdifferenz im Strahl aus. Ursache? Auch diese Messwerte sind der Vorserie geschuldet – am Serienprodukt gibt es keine auffälligen Temperaturdifferenzen mehr. Auch diesen Test werden wir in Esslingen mit einem aktuellen Modell wiederholen lassen. Grundsätzlich gilt: Ein Wassertank-System reagiert tolerant auf Druckwechsel. Das von uns eingesetzte System verfügt aber über ein integriertes Umwälzverfahren, das eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Tank sicherstellt. Eine Druckänderung kann deshalb keine Temperaturänderung mehr an der Düse nach sich ziehen.

Frage SBZ: Bei maximalem Druck zeigt Ihr Produkt einen ziemlich kräftigen Volumenstrom im Vergleich zu den anderen getesteten Produkten. Welche Absicht steckt dahinter? Die Auswertungen langjähriger Erfahrungen am Schweizer Markt zeigen deutlich, dass der Volumenstrom entscheidend ist für Reinigungswirkung und Reinigungskomfort – was unsere Reinigungsergebnisse eindrucksvoll bestätigen. Cleanet Riva bietet hohen Volumenstrom und mit der darauf abgestimmten Düse wird ein Duschstrahl erzeugt, der eine schnelle, komfortable und hygienische Reinigung ermöglicht und auch erfahrenen Dusch-WC-Nutzern gerecht wird. Die Reinigung erfolgt mit viel Wasser sehr sanft – ohne das bei geringem Wasserdurchlauf bzw. dünnem Strahl charakteristische „Nadeln“. Mit einem Leistungsspektrum von 2,2 bis 5,6 l pro Minute kann sich der Nutzer sein individuelles Reinigungsprogramm einstellen.

Frage SBZ: Der eigentlich echte kritische Punkt bei Ihrem Dusch-WC: Die Reinigung der Duschdüse erfolgt nicht ganz rückstandsfrei. Gründe? Unsere Düse wird vor und nach jeder Benutzung mit viel Wasser umspült und so gereinigt. Außerdem verfügt unser Dusch-WC als einziges im Markt über eine zusätzliche thermische Reinigungsfunktion. Hierbei wird das gesamte wasserführende System bis hin zur Düse mit 70 ºC heißem Wasser gereinigt. Bei Cleanet Riva kommt damit erstmals ein Keramik-integriertes, ganzheitliches Hygienekonzept zum Einsatz, das vom Wassersystem über die Oberflächenveredelung der Keramik bis zum einfach abnehmbaren WC-Sitz reicht.

Der Test mit den Filzstiftmarkierungen bedient sich hier notgedrungen einer Hilfskonstruktion – aber Filzstiftstriche lassen sich eben nur eingeschränkt vergleichen mit dem, was hier unter ungünstigen Bedingungen anhaften kann. In der Praxis schafft es unser System, alle realistischen Anhaftungen am Duscharm zu entfernen – wir arbeiten mit Hochdruck daran, die hier praktizierte Auslegung des Testverfahrens künftig ebenfalls zu erfüllen.

Frage SBZ: Ist Ihr Dusch-WC integriert abgesichert nach DIN EN 1717? Selbstverständlich erfüllen wir diese Norm: Ein Rückfließen von Schmutzwasser in das Trinkwassernetz ist durch einen freien Auslauf unter allen Betriebsbedingungen ausgeschlossen (Referenz ist die Unternorm EN 13077 Typ AB geprüft durch TÜV und SVGW).

Frage SBZ: Was passiert bei einer Verstopfung und höchstmöglichem Schmutzwasserstand in der Schüssel, ist die Elektronik davor geschützt/dagegen gesichert? Auch wenn zusätzlich noch aus Versehen eine Spül-/Föhnfunktion ausgelöst wird? Im Produkt sind die Bereiche mit der Elektronik bzw. Elektrik und die Nassbereiche durch Dichtungen getrennt. Diese stellen sicher, dass auch beim höchstmöglichen Schmutzwasserstand kein Wasser beispielsweise über den Duscharm in den stromführenden Bereich gelangen kann. Das gilt natürlich auch, wenn die Duschfunktion bei einem bereits gefluteten Becken aktiviert werden sollte.

Die Nachweise der elektrischen Sicherheit und der elektromagnetischen Verträglichkeit entsprechen den einschlägigen Normen und wurden durch das unabhängige Prüfinstitut Electrosuisse getestet. Das Produkt ist obendrein Q-Plus-zertifiziert – dieses Schweizer Zertifikat umfasst den Trinkwasserschutz nach EN 1717 und den Nachweis der elektrischen Sicherheit.

Roca

Kommentar von Vicens Font, Advanced Toilet Technology Design Manager, Roca Sanitario, Gavà (Spanien)

Frage SBZ: Sie benötigen relativ viel Zeit, um die Maximaltemperatur zu erreichen. Warum? Unser Produkt In-Wash wurde auf Duschwasser in Körpertemperatur ausgelegt und erwärmt Wasser deshalb standardmäßig auf die Komforttemperatur von 36 °C. Dieses Vorgehen hat mehrere Gründe: Es wäre aus unserer Sicht Energieverschwendung, stets die maximale Temperatur vorzuhalten, wenn das Wasser in angenehmer Körpertemperatur zur Verfügung steht. Auch aus medizinischer Sicht ist die Körpertemperatur die ideale voreingestellte Temperatur. Im mittleren und vermutlich am häufigsten genutzten Temperaturbereich von 36 °C wurde die Reaktionszeit leider nicht gemessen. Unsere Reaktionszeit für die mittlere Temperatur beträgt zwei Sekunden.

Was die Temperaturmessung der Minimaltemperatur angeht, halten wir die derzeit in Abschnitt 6.2.4 des IEC-Normenentwurfs definierte Prüfmethode für mehrdeutig. Als Mitglied der Normenkommission haben wir bereits einen Antrag auf Klärung beim IEC-Ausschuss gestellt. Wir haben hier die Messung der Mindesttemperatur analog Punkt 6.2.2 des Normenentwurfs vorgenommen: In-Wash hielt in diesem Test eine Mindesttemperatur von 33 °C länger als 50 Sekunden.

Frage SBZ: Die Reinigung der Duschdüse erfolgt nicht ganz rückstandsfrei. Gründe? Der Normentwurf sieht bei der Düsenreinigung als relevanten Bereich das unterste Viertel des Duscharms vor. Nach diesem Verfahren wäre unsere Düse normgerecht sauber. Wir entnehmen der Dokumentation des Tests darüber hinaus Unregelmäßigkeiten: Die aufgebrachten Faserschreiber-Markierungen unterscheiden sich zwischen den Modellen signifikant. Manchmal wurden zudem die Linien nicht so aufgebracht, wie in der Norm gefordert.

Frage SBZ: Der Föhn fällt im Vergleich zu den anderen getesteten Produkten in der Leistung etwas ab. Ursachen?

Die beim Test verwendete Trocknungsmethode entspricht nicht der Norm. Wir haben Zweifel, ob das eingesetzte Messwerkzeug einen fairen Testverlauf sicherstellen kann. Im Versuchsaufbau kann das Messwerkzeug den Weg der Luftströmung beeinflussen und – je nach Form des WC-Sitzes – einige Produkte benachteiligen. Das betrifft insbesondere die flacheren Sitze, wie sie beispielsweise unser In-Wash verwendet.

Frage SBZ: Was sagen Sie zu den Testergebnissen beim Energieverbrauch?

Mit den Energieverbrauchsmessungen der Tests sind wir bis auf eine Ausnahme einverstanden. Dabei geht es um die Trocknerfunktion (Föhn max. Temperatur). Ihre Messungen ergaben: 186 Watt und 6,2 Wattstunden. Nach eigenen Messungen liegen wir bei 106 Watt und 3,6 Wattstunden. Die Differenzen könnten daher kommen, dass unser Trockner nicht konstant, sondern im zyklischen Betrieb läuft.

Tece

Kommentar von Martin Krabbe, Entwicklungschef, Tece GmbH, Emsdetten.

Zunächst einmal freuen wir uns, dass wir als Gegenentwurf zum klassischen Dusch-WC hier antreten durften. Wer auf Sitzheizung, elektrischen Deckel und Föhn verzichten kann, bekommt mit Tece One ein Design-WC mit einer leistungsfähigen und hygienischen Duschfunktion. Es beweist unter diesen Bedingungen mit diesem Test ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind davon überzeugt, dass sich das Dusch-WC in der Breite durchsetzen wird, wenn Design, Preis und Funktion stimmen.

Frage SBZ: Sie sind sehr schnell auf Temperatur. Wie schaffen Sie das? Unser stromloses Dusch-WC verwendet eine ganz andere Technologie als die elektrischen Wettbewerber. Das bedeutet: warmes Wasser wirklich von Anfang an. Der von uns eingesetzte Thermostatmischer ist bekannte und bewährte SHK-Technik – seit 40 Jahren. Er reagiert superschnell und sehr sicher. Wenn durch eine Zirkulationsleitung warmes Wasser am WC ansteht, dann liefert der Duscharm das Wasser auch nahezu verzögerungsfrei beim Nutzer ab. Und selbst wenn einmal noch ein Rest abgekühlten Wassers in der Leitung sein sollte, wird dieses aufgrund des großen Volumenstroms sehr schnell weggespült.

Frage SBZ: Bei maximalem Druck zeigt Ihr Produkt einen ziemlich kräftigen Volumenstrom im Vergleich zu den anderen getesteten Produkten. Welche Absicht steckt dahinter? Bei der Reinigung des Körpers lässt sich Wasser durch nichts ersetzen – außer vielleicht durch mehr Wasser. Unsere Erfahrungswerte zeigen: Der Versuch, am Volumenstrom zu sparen, führt unweigerlich zu Einbußen bei Komfort, Emotion und Reinigungsqualität. Mit einem Thermostatmischer, der die ganze Fülle frischen, warmen Wassers aus dem Vollen schöpft, sind wir hier in einer sehr komfortablen Position. Das bildet sich auch in unserer ausgezeichneten Reinigungsleistung ab – bei der Reinigung der Kavität braucht Tece One beim vollem Druck nur eine Sekunde, dann ist alles sauber.

Betrachtet man dieses Thema von der Ressourcenseite, dann gibt es wenig Gründe für Komfortverzicht: In unseren Breiten muss Wassersparen eigentlich kein Thema sein – jedenfalls nicht bei den Mengen, über die wir reden. Unser Maximalvolumenstrom entspricht exakt dem einer modernen Wasserspararmatur am Waschtisch. Stromverbrauch haben wir keinen und die zentrale Warmwasserversorgung ist in puncto Energieverbrauch optimiert. Wir geben deshalb den Systemvorteil von Tece One ungefiltert als Komfort-, Wirk- und Hygienenutzen an die Kunden weiter. Vom Preisvorteil für das Produkt einmal ganz zu schweigen.

Toto

Kommentar Hubertus Brüggemann, Sales Director, Toto Europe GmbH, Düsseldorf.

Frage SBZ: Ihr Washlet benötigt im Vergleich zu anderen Testprodukten relativ lange für die Reinigung. Ist das Absicht? Die Anforderungen unserer Kunden sind eindeutig: Man wünscht sich eine sehr sanfte Reinigungsfunktion, besonders bei proktologischen Beschwerden. Daher ist bei uns der Druck so wählbar, das jeder die Reinigung ganz nach seinem Bedürfnis einstellen kann: Von niedrigem Druck, bei dem die Reinigung selbstverständlich länger dauert, bis hin zu relativ hohem Druck, bei dem die Reinigung schnell erfolgt. Bei über 40 Millionen verkauften Washlets weltweit sind wir sicher, dass unsere Art der Reinigung genau die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllt. Ferner ermöglicht Toto durch das Zuschalten unterschiedlicher Funktionen, dass jedes Bedürfnis individuell befriedigt werden kann. Dazu zählen z. B. die oszillierende Reinigung oder die Massage-Funktion.

Wie bei allen Technologien von Toto wird auch bei der Reinigungsfunktion des Washlets der Umweltaspekt nicht außer Acht gelassen. Es wird weniger Wasser und weniger Energie verbraucht. Besonders im Hinblick auf das Wasser gilt bei uns die Maxime: so viel Wasser wie nötig, aber so wenig wie möglich. Daher schließen wir uns dem Hinweis von Prof. Hans Messerschmid (Hochschule Esslingen) an, dass das Ergebnis im Hinblick auf die Reinigungswirkung nicht nur isoliert betrachtet werden sollte, sondern auch in Bezug auf den Wasserverbrauch, Ressourcenschonung und Energieeffizienz bewertet werden sollte.

Ferner findet es nicht jeder Nutzer wünschenswert, mit vier oder mehr Liter pro Minute komplett nass gemacht zu werden. Die meisten Nutzer ziehen, unserer Erfahrung nach, eine punktgenaue Reinigung vor, bei der man sich anschließend auch wieder leichter trocknen kann.

Frage SBZ: Die Trocknungsrate ist die beste im Test. Warum? Die Leistung eines Trockners setzt sich zusammen aus Heizleistung, Luftvolumenstrom und dem Winkel, in dem die Luft auf das zu trocknende Objekt trifft. Diese drei Faktoren wirken bei Toto optimal zusammen und erklären, warum bei mittlerer Leistungsaufnahme die höchste Trocknungsrate im gesamten Testfeld erreicht wurde.

Der Trockner spielt für Toto aber gar nicht die zentrale Rolle, wirklich wichtig bei einem Dusch-WC sind uns die hygienischen Eigenschaften des Gerätes, die Sauberkeit und die Reinigungsfunktionen des Washlets. Das sind die Faktoren, die bei unseren Kunden tatsächlich ausschlaggebend sind für das Vertrauen in unser Produkt. Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass ein Teil der Tests in Anlehnung an IEC 59L/118/CD durchgeführt wurde. Der Test zur Ermittlung der Reinigungswirkung der Duschdüse mittels „Lochplatte mit Senf“ wird innerhalb der Norm jedoch zur Bewertung der Strahlbreite und nicht zur Bewertung der Reinigungswirkung genutzt. Die Strahlbreite sagt nichts über die Reinigungswirkung aus, wir würden uns daher freuen, wenn die Überschrift über Tabelle 6 eindeutiger formuliert würde.

Villeroy & Boch

Kommentar von Heiko Rau, Global Product Development, Abteilungsleitung ViClean, Villeroy & Boch AG, Mettlach.

Frage SBZ: Sie sind sehr schnell auf Temperatur und halten sie gut. Mögliche Ursachen? Wir freuen uns über die guten Testergebnisse von ViClean-U+. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt mittels leistungsstarkem und energieeffizientem Durchlauferhitzer, sodass im Gegensatz zu Boilern nur die Wassermenge erwärmt wird, die tatsächlich verbraucht wird. Da das Wasser nicht warmgehalten werden muss, ist auch der Stromverbrauch geringer.

Frage SBZ: Ihr Produkt funktioniert mit wenig Wasservolumen. Philosophie? Die Kombination aus Wasservolumen und der Anreicherung mit Luft sorgt bei unseren Dusch-WC-Modellen für eine effektive und gleichzeitig angenehme Reinigungsleistung bei effizientem Energieverbrauch. Bezüglich Philosophie heißt das für Villeroy & Boch konkret Gründlichkeit bei der Reinigung, Wohlgefühl für den Nutzer, bei gleichzeitiger Energieeffizienz.

Frage SBZ: Ihre Sitzheizung erreicht hohe Temperaturen im Vergleich zu den anderen Testobjekten. Ist das ein beabsichtigtes Konstruktionsmerkmal? Hinsichtlich Temperaturen der Sitzheizung sind die Bedürfnisse der Nutzer unterschiedlich. Die vollflächige Sitzheizung von ViClean-U+ deckt einen großen Temperatureinstellbereich ab, der in fünf Stufen reguliert werden kann, sodass die Temperatur dem persönlichen Wärmeempfinden perfekt angepasst werden kann.